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Recruiting-Strategien: Der Richtige für den Job

Die Personalabteilungen des Mittelstandes stehen vor großen Herausforderungen. Offene Stellen zu besetzen wird immer schwerer. Besonders Hochqualifizierte und Fachkräfte für Nischen sind begehrt und umkämpft. Die Schwierigkeiten, mit denen sich die Human Resources  konfrontiert sieht, machen zwei Dinge deutlich: Es gibt kein Patentrezept, um den richtigen Bewerber zu finden und als Mitarbeiter dauerhaft an ein Unternehmen zu binden. Es braucht aber eine individuelle und an die jeweiligen Bedürfnisse angepasste Strategie, wenn der Bestqualifizierte für die vakante Stelle gewonnen werden soll.

Herausforderungen und Trends

Die größte Schwierigkeit wird momentan in dem fortschreitenden demografischen Wandel gesehen. Das ergibt die Studie "Recruiting Trends 2014" des Centre of Human Resources Information Systems (CHRIS), eine Zusammenarbeit der Universitäten Bamberg und Frankfurt am Main im Auftrag von Monster. Fachkräftemangel ("War of Talents" – die Unternehmen ringen um die am besten Qualifizierten in ihrem Gebiet) und Social Media sind demnach weitere problematische Faktoren. Aus diesen Trends ergeben sich dabei interne Herausforderungen, die es zu meistern gilt, um im "War of Talents" zu bestehen. Dies sind im Wesentlichen Mitarbeiterbindung, neue flexible Formen der Arbeit und das sogenannte Employer Branding, also die Positionierung als attraktiver Arbeitgeber.

Der Hype ist vorbei

Der "Social Media Recruiting Report" aus dem Jahr 2013 ging noch davon aus, das Personalgewinnung über die sozialen Medien sich zu dem großen Trend entwickeln würde. Die Ausgabe dieses Jahres ernüchtert jedoch. Die Zahlen gehen zurück und die Erwartungen sind gedämpft. Dabei schien die Positionierung über Xing, LinkedIn, Facebook & Co vielversprechend, gerade in Belangen von Employer Branding und Active Sourcing, der proaktiven Ansprache von potentiellen Kandidaten für eine Stelle, bieten die Web 2.0-Medien unbestreitbare Vorteile. Direkte Kommunikation mit Kunden und potentiellen Mitarbeitern, eine fast unerschöpfliche Datenbank an möglichen Bewerbern und viele Mittel der Eigendarstellung und gezielten Imageverbesserung. Dennoch, "der Hype ist vorbei", so die Autorin der "Social Media Recruiting Studie" Eva Zils.

Recruiting-Strategien

Doch dass der Hype vorbei ist, macht Social Media für das Recruiting nicht unbedeutend. Ganz im Gegenteil, wie die Umfrage "Recruiting Trends 2014" beweist. Social Media ist demnach ein unbestreitbarer Teil von vielen komplexen Herausforderungen und Trends, die die Personalbeschaffung heute ausmachen. Damit all diese Faktoren Beachtung finden, die Möglichkeiten der verschiedenen Kanäle voll genutzt werden und nicht nur jede Gefahr umschifft, sondern auch jede Chance der modernen Arbeits- und Kommunikationswelt genutzt wird, ist eine Recruiting-Strategie unumgänglich. Das gilt nicht nur für die großen Global Player, sondern insbesondere auch für Unternehmen des Mittelstandes.

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redaktionell verantwortlich: mittelstanddirekt